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Das TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz findet am 3. September 2017 statt.

Wahlkampf

Erpressung ums TV-Duell

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Kanzlerin Merkel will nicht verlieren und streitet sich deshalb nur einmal mit Herausforderer Schulz vor TV-Kameras. Der Kommentar.

Den Streit um das Fernsehduell mit ihrem Herausforderer Martin Schulz hat die Kanzlerin mit einem interessanten Satz abgetan: „Die Freiheit zu entscheiden ist so wichtig wie die Pressefreiheit.“ Die beiden Prinzipien schlössen sich gegenseitig nicht aus. In Deutschland geht es zwar nur um eine Fernsehsendung und deren Ablauf, nicht um Verhaftungen und Schlimmeres. Der Vorfall ist also relativ lapidar. Aber im Kleinen hat Angela Merkel ihr Erpressungspotenzial voll ausgenutzt.

Das konnte sie nur, weil die Sender es ihr eingeräumt haben, die sich von ihrem Auftritt eine gute Quote erhoffen. Die Kanzlerin hat festgestellt, in seiner bisherigen Form hätten die TV-Duelle sich bewährt. Das war nicht nur unfreiwillig komisch, weil Merkel danach immer eine Wahl gewonnen hat, sondern auch selbstvergessen. Die Neugier auf Neues, die Merkel im Wahlkampf betont, lässt sie hier vermissen.

Die Sender haben von Merkel nichts Unmögliches verlangt. Die Bedingungen wären ihr zuzumuten gewesen. Die Sender hätten es auf eine Absage ankommen lassen sollen. Eine Kanzlerin, die sich einer öffentlichen Auseinandersetzung mit ihrem Gegner verweigert, hätte nicht ihre Souveränität dokumentiert, sondern ihre Abgehobenheit. Sie wäre eine Verliererin gewesen.

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