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Erneuerbare Energien: Rückenwind für Habeck

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Von: Thoralf Cleven

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Robert Habeck (r.) und Michael Groll vom Energieunternehmen Tennet 2012 vor einem Windrad.
Robert Habeck (r.) und Michael Groll vom Energieunternehmen Tennet 2012 vor einem Windrad. © Wolfgang Runge/dpa

Es ist gut, dass Wirtschaftsminister Habeck beim Thema Erneuerbare Energien schnell Gespräche mit den Bundesländern sucht. Ein Kommentar.

Die neue Bundesregierung müht sich, den Kohleausstieg bis 2030 hinzubekommen. Doch dafür müsste die Lücke, den das vorzeitige Aus der Kohleverstromung reißen würde, möglichst breit durch erneuerbare Energien gefüllt werden. Windenergie, so hat es Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) formuliert, soll der Lastesel künftiger Stromerzeugung sein. Dann aber müsste bis 2030 bundesweit eine installierte Leistung von mehr als 100 Gigawatt Windenergie an Land zur Verfügung stehen. Dies wäre eine Verdoppelung gegenüber heute.

Die Ampel-Parteien wollen, dass jedes Bundesland zwei Prozent seiner Flächen für die Windkrafterzeugung vorhalten soll. Die Länder müssen dabei aber auch mitmachen. Gut, dass Habeck sofort Gespräche vor Ort sucht und sich heute mit Bayern gleich einen harten Brocken gönnt. Hier ist der Bau von Windkraftanlagen seit 2014 durch die Einführung einer strengen Abstandsregelung nahezu zum Erliegen kommen.

Dass nun ein Grüner Seit’ an Seit’ mit der Wirtschaft gegen die CSU für eine Aufweichung der Vorschriften kämpft, ist bemerkenswert. Es zeigt auch, wie schnell sich die Zeiten ändern können.

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