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Erdogans Versuchung

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Von: Can Merey

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Erdogan bei der Ankunft zum G20-Gipfel in Indonesien. Auch bei dieser Wahl könnte er versucht sein, mit dem Kurdenkonflikt zu punkten.
Erdogan bei der Ankunft zum G20-Gipfel in Indonesien. Auch bei dieser Wahl könnte der türkische Präsident versucht sein, mit dem Kurdenkonflikt zu punkten. © Firdia Lisnawati/afp

Dem türkischen Präsidenten Erdogan könnte es gelingen, mit dem Kurdenkonflikt die Wählerinnen und Wähler um die AKP zu scharen. Ein Machtwechsel in der Türkei ist aber überfällig. Der Kommentar.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist unter Druck. Im kommenden Jahr stehen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen an. Die Opposition hat Umfragen zufolge Chancen, Erdogan nach mehr als 20 Jahren an der Macht abzulösen.

Das war ihr schon einmal fast gelungen: Bei der Parlamentswahl 2015 hatte Erdogans AKP die absolute Mehrheit verfehlt. Damals scheiterten Koalitionsverhandlungen der Opposition. Zugleich eskalierte der Kurdenkonflikt, Erdogan erklärte den Friedensprozess mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK für beendet. Die Neuwahlen gewann dann seine AKP. Auch dieses Mal könnte Erdogan versucht sein, mit dem Kurdenkonflikt zu punkten. Eine Rechtfertigung könnte ihm der Anschlag von Istanbul vom Sonntag bieten. Sein Innenminister machte am Montag die PKK und ihren syrischen Ableger PYD für den Anschlag von Istanbul verantwortlich.

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