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Benjamin Netanjahu.

In eigener Sache

Entschuldigung

Die erste Fassung der Überschrift unseres Leitartikels zum Wahlergebnis in Israel rief eine Kontroverse hervor - mit Recht. Die FR entschuldigt sich für die Geschichtsvergessenheit.

FR-Leser Samuel Laster hat uns aufgefordert, noch einmal über die Leitartikel-Überschrift zum Wahlergebnis in Israel nachzudenken. Er ist nicht der einzige, der seine Kritik zu „Der ewige Netanjahu“ deutlich gemacht hat, wie der Titel in der ersten Textfassung lautete. 

Auch in den sozialen Medien hat diese Wortwahl eine kontroverse Debatte ausgelöst. Während diese Hinweise uns erreichten, haben wir bereits in der Redaktion über unsere Verfehlung diskutiert.

Wir wollten auf die Dauer der Amtszeit des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hinweisen – und haben dabei nicht bedacht, dass die Nationalsozialisten 1940 mit dem antisemitischen Propaganda-Film „Der ewige Jude“ gegen Juden gehetzt haben. Diese Geschichtsvergessenheit bitten wir zu entschuldigen.

Wir ringen täglich um die richtige Wortwahl, nicht nur bei Schlagzeilen und Überschriften. Das gelingt uns oft, aber leider nicht immer. Ganz besonders schwierig ist es, keine kontaminierten Worte zu verwenden, die rassistische, sexistische oder - wie im konkreten Fall – antisemitische Assoziationen wecken, Stereotype bedienen oder gar falsche Inhalte transportieren.

Wenn uns dann trotz aller Vorsätze und Kontrollen mal doch etwas derartiges durchrutscht, bedauert das niemand so sehr wie wir selbst.

Die Chefredaktion

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