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Keir Starmer (l.) und Jeremy Corbyn.
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Keir Starmer (l.) und Jeremy Corbyn.

Kommentar

Englands Glück

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
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Der nostalgische Horrortrip der Labour-Partei ist zu Ende. Keir Starmer ist nun Labours Chef. Ein Kommentar.

Die britische Labour-Partei hat einfach Glück mit ihren Vorsitzenden. Prinzipiell. Man darf heute sagen: Als Jeremy Corbyn im September 2015 Chef der ältesten sozialdemokratischen Partei wurde, war eine bessere Wahl nicht möglich. Corbyn, eiserner Hinterbänkler und auch sturer Linker, war der überfällige Weckruf für eine Partei, die zu lange schon kopflos durch die politische Landschaft des Königreichs gestolpert war, stets das Gute wollte und das Nichts schaffte.

Corbyns Labour polarisierte wie kaum wer in Europa vor Corona. Die Partei machte also ihren Job – aber vornehmlich nach innen. Linke Tradition schreibt ja Flügelkämpfe und Selbstzerfleischung quasi vor. Darüber wurde die EU-Mitgliedschaft verspielt und eine Rückkehr Labours an die Macht erst recht unmöglich. Vielen sind eben lukrative Parteiposten, Linientreue und bequeme Daueropposition oft lieber.

Der nostalgische Horrortrip ist zu Ende. Keir Starmer ist nun Labours Chef. Will die alte Partei das 21. Jahrhundert mitbestimmen, braucht sie den kühlen Verstand eines Intellektuellen, das Fingerspitzengefühl eines erfahrenen Juristen, das heiße Herz eines Menschenfreunds, das Bauchgefühl eines Mannes aus dem Volk und den ehrlichen Drang zur Erneuerung. Hat Starmer alles. Was für ein Glück. 

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