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Endlich eine Chefin

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Von: Tobias Peter

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Delegierte beim DGB-Bundeskongress.
Delegierte beim DGB-Bundeskongress. © Fabian Sommer/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund muss mit Yasmin Fahimi an der Spitze in Zeiten der Inflation für Lohnerhöhungen kämpfen ohne die Arbeitsplatzsicherheit nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Kommentar.

Dass mit Yasmin Fahimi erstmals eine Frau an die Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes gewählt worden ist, ist überfällig – und in Zeiten, in denen sehr häufig Frauen in Dienstleistungsbranchen und sozialen Berufen um eine faire Bezahlung kämpfen, ein gutes Signal. Die neue DGB-Chefin präsentierte sich kämpferisch und forderte, die Reichen sollten mittels Vermögensteuer einen größeren Beitrag leisten. Damit kann sie in den Gewerkschaften die Reihen nach innen schließen.

Das ist notwendig. Denn Fahimi und die Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften haben eine schwierige Mission. In Zeiten der Inflation müssen sie für Lohnerhöhungen kämpfen, dürfen aber die Arbeitsplatzsicherheit nicht aus den Augen verlieren. Und sie müssen die Beschäftigten im Wandel hin zum klimaneutralen Wirtschaften schützen, andererseits aber den Wandel selbst vorantreiben. Sonst gibt es irgendwann keine Arbeitsplätze mehr zu retten. Dass die neue DGB-Vorsitzende als bisherige SPD-Abgeordnete einen guten Draht ins Kanzleramt haben dürfte, kann den Gewerkschaften nur nutzen.

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