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Corona-Begrüßung: Bernie Sanders (rechts) und Joe Biden beim TV-Duell am 15. März 2020.

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Das Ende des Duells

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Sanders kann Biden im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur kaum noch einholen und sollte möglichst schnell ausscheiden, damit die Demokraten sich auf den Gegner Donald Trump konzentrieren können. Der Kommentar.

Der Vorwahlkampf der US-Demokraten ist de facto vorbei. Wegen der Corona-Krise wird es keine weiteren Kundgebungen und für Wochen auch keine weiteren Abstimmungen geben. Der Herausforderer von Präsident Donald Trump steht im Grunde fest. Mit seinen Siegen in Florida, Illinois und Arizona hat Ex-Vizepräsident Joe Biden einen praktisch uneinholbaren Vorsprung.

In 19 von 27 Vorwahlstaaten hat Biden nun gewonnen. Er punktet mit Eigenschaften, die dem Amtsinhaber im Weißen Haus fehlen: Empathie, Anstand und Ernsthaftigkeit. Er hat die Unterstützung der Afroamerikaner, der Moderaten und der Älteren. Sein Rivale, der linke Senator Bernie Sanders, begeistert zwar junge Anhänger. Doch viele andere potenzielle Wähler stößt der grimmige Weltverbesserer eher ab. Nicht einmal die von ihm umworbenen Latinos konnte er in Florida überzeugen.

Man kann nur hoffen, dass der 78-Jährige die Konsequenzen zieht und aus dem Rennen ausscheidet – je eher, desto besser. In der Corona-Krise können sich die Demokraten eine weitere Hängepartie nicht erlauben. Sie müssen zeigen, dass sie die bessere personelle Alternative haben, und ihren wirklichen Gegner ins Visier nehmen. Der heißt nicht Biden oder Sanders, sondern Donald Trump. 

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