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Es ist zu wenig, wenn Kinder lediglich ein paar Vormittage in die Kita können.

Kommentar zu Kinderbetreuung

Eltern brauchen Hilfe

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Politikerinnen und Politiker müssen endlich ein umfassendes Programm für Familien entwickeln, damit sie wissen, wie es weiter geht - nicht nur mit Kitas und Schulen. Ein Kommentar.

Seit Wochen kämpfen Zigtausende Väter und Mütter in ganz Deutschland einen aussichtslosen Kampf. Sie müssen Geld verdienen, wollen für ihre Kinder da sein und sollen gleichzeitig auch noch Lehrerinnen, Erzieher, Köchin und Haushälter in einer Person verkörpern. Es ist ein Kampf, den die Familien nur verlieren können, manche mehr, andere weniger.

Die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas löst die Probleme berufstätiger Eltern überhaupt nicht. Wie auch, wenn sich der Unterricht auf wenige Stunden pro Woche beschränkt. Wenn die Dreijährige nur ein paar Vormittage in die Kita kann, weil viele ihrer Betreuerinnen zur Risikogruppe gehören und nicht da sind. Wenn Mensen geschlossen bleiben und Nachmittags-AGs ausfallen. Und das alles noch für Wochen, wenn nicht Monate.

In dieser Lage darf die Politik die Familien nicht im Stich lassen. Sie brauchen Sicherheit, um nicht jeden Tag aufs neue zwischen ihrer Existenz und dem Wohl der Kinder entscheiden zu müssen. Die Lohnfortzahlung ist hier eine wichtige Hilfe, die unbürokratisch weiterhin gewährt werden sollte. Sie kann aber nur Baustein in einem umfassenden Hilfsprogramm für Familien sein, das die langfristigen Bedürfnisse in den Blick nimmt. Es ist höchste Zeit dafür.

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