„Alternative für Deutschland“

Einig im Streit

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Die „Gemäßigten“ und der rechtsextreme „Flügel“ in der AfD mögen streiten, tatsächlich brauchen sie einander, um die AfD als das zusammenhalten, was sie ist: eine rassistische Partei. Der Kommentar.

Frei nach Asterix ließe sich sagen: Ganz Deutschland redet vom Virus. Ganz Deutschland? Nein! Eine Partei hört nicht auf, sich mit sich selbst zu beschäftigen: die AfD. Nun ja, ließe sich hinzufügen, kein Wunder! Sie ist in der Regel derart mit dem Erfinden von Horrorszenarien beschäftigt, dass für echte Krisen keine Zeit bleibt.

An diesem Freitag tagt der AfD-Vorstand, und überall ist zu lesen, die innerparteilichen Strömungen würden wohl heftig aufeinanderprallen. Die „Gemäßigten“ hätten den Kampf gegen den rechtsextremen „Flügel“ um Björn Höcke aufgenommen, um nicht den ganzen Laden ins Visier des Verfassungsschutzes geraten zu lassen.

Das mag schon so sein, aber eines sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten: Die angeblich Gemäßigten in der AfD fürchten Höckes Leute nicht deshalb so sehr, weil die sich inhaltlich grundlegend von der eigenen Ideologie unterscheiden würden. Sondern deshalb, weil der „Flügel“ die bürgerliche Maskerade stört. Inhaltlich, das haben die „Gemäßigten“ immer betont, gehörten auch die „Flügel“-Positionen zur Partei – nur bitte etwas weniger nazihaft im Ton.

In Wahrheit brauchen die streitenden Strömungen einander, um die AfD als das zusammenzuhalten, was sie flügelübergreifend ist: eine extrem rechte, rassistische Partei.

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