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Kinder von Alleinerziehenden sind oft von Armut bedroht.

Alleinerziehende

Einfach mehr arbeiten?

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Alleinerziehende sind meist Frauen. Ihre Lage hat sich dank der guten Wirtschaftslage gebessert, aber es gibt weiter Armutsrisiken. Das liegt auch am Unterhaltsrecht. Der Kommentar.

So ergeht es alleinerziehenden Frauen im 21. Jahrhundert: Gesellschaftliche Ächtung muss frau zwar nicht mehr unbedingt fürchten. Den bangen Blick aufs Konto aber schon: Wer seine Kinder allein großzieht, muss nach wie vor damit rechnen, in finanzielle Not zu geraten. Zwar hat die gute Wirtschaftslage dazu geführt, dass der Anteil armutsgefährdeter Haushalte von Alleinerziehenden gesunken ist, dennoch gibt es viele, die nur schwer über die Runden kommen.

Das liegt auch an dem Unterhaltsrecht, das hierzulande seit zehn Jahren gilt. Denn bei einer Scheidung etwa ist es juristisch nicht mehr vorgesehen, dass die Frau keinen Job findet. Mit der Reform von 2008 wurden die Unterhaltszahlungen für die Ex-Frauen im Prinzip abgeschafft. Die Richter waren der Meinung, dass einer Frau eine Vollzeittätigkeit zugemutet werden kann, sobald ihr Kind drei Jahre alt ist.

In diesem Zusammenhang war damals viel vom „Grundsatz der Eigenverantwortung“ die Rede – als ob man die Ehefrau mahnen müsse, dass sie ihrem Ex-Ehemann nicht jahrelang auf der Tasche liegen dürfe. Die Familienrichter waren damals ihrer Zeit weit voraus – den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gab es zwar, an Betreuungsplätzen in Kitas und Horten fehlte es aber – und das bis heute. 

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