Kultusminister

Einen Ruck für Bildung

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Es ist besonders für Familien schwer erträglich, aber wegen Corona richtig, wenn die meisten Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien nicht oder nur tageweise in die Schule zurückkehren.

Einen normalen Schulbetrieb wird es bis zu den Sommerferien nicht geben. Das wird spätestens mit den Verlautbarungen der Kultusministerkonferenz deutlich. Diese vorsichtige Herangehensweise ist schmerzhaft gerade für Eltern jüngerer Schülerinnen und Schüler. Diese Kinder benötigen besonders viel Zuwendung. Gleichzeitig ist es geradezu zwingend angesichts der Pandemie. Es ist auch nicht einfach, in der Schule Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Forsch sollten die Ministerinnen und Minister hingegen die digitale Bildung vorantreiben. Schlimm genug, dass es noch keine flächendeckende Lerninfrastruktur gibt. Digitales Lernen ist auch eine Chance für bessere individuelle Förderung.

Entscheidend ist aber, dass die digitalen Bildungsangebote nicht zu noch größerer Bildungsungerechtigkeit führen dürfen. Wer sich kein Endgerät leisten kann, muss eines zur Verfügung gestellt bekommen. Die 500 Millionen Euro, die der Bund hierfür zur Verfügung stellt, müssen schnell investiert werden. Alle Länder sollten sich einen Ruck geben und weiteres Geld drauflegen.

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