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Klöckners Rezepte gegen die Krise waren auf Linie mit den Waldeigentümern.

Kommentar

Für einen Klimawald

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Die Ergebnisse des Waldgipfels müssen durch umweltpolitische Zielen ergänzt werden. Ein Kommentar.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sehr genaue Vorstellungen vom Wald der Zukunft. Er müsse ein Klimawald sein, die Kriterien der Nachhaltigkeit müssten neu definiert werden. Dafür will Schulze sogar das Waldgesetz ändern. Doch dem „Nationalen Waldgipfel“ mit Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) blieb Schulze fern. Damit blieb die Umwelt beim Waldgipfel vor der Tür. Und das im wahrsten Sinne: Schulzes Vorgängerin Barbara Hendricks (SPD) demonstrierte vor dem Tagungsort mit Gewerkschaftern für die Interessen von Waldarbeitern.

Drinnen beim Waldgipfel waren Klöckner und die Forstlobby fast unter sich. Klöckners Rezepte gegen die Krise waren auf Linie mit den Waldeigentümern – Schadholz raus aus dem Wald, Holznutzung vorantreiben, leistungsfähige Wälder schaffen.

Natürlich spricht auch Klöckner davon, dass „der Klimawandel uns deutlich schneller getroffen hat als erwartet“. Doch Klöckner und Schulze sind schon wegen einiger Fragen aneinandergeraten. Die Krise des deutschen Waldes wäre einen Streit auf offener Bühne wert gewesen. Denn der Wald der Zukunft muss ein Klimawald sein. Welcher Weg bei dieser Generationenaufgabe gewählt werden muss, darf nicht den Agrarinteressen überlassen werden. 

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