Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kommentar

Einen an der Waffe

  • Steven Geyer
    VonSteven Geyer
    schließen

Die Wehrpflicht wieder einführen, damit die Zahl der Rechtsextremen in der Bundeswehr zurückgeht? Keine gute Idee der Wehrbeauftragten. Der Kommentar.

Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück, sagt der Volksmund, wenn die Nebenwirkungen der Medizin schlimmer erscheinen als die Krankheit. Wie das im verminten Gelände funktioniert, zeigt die Wehrbeauftragte Eva Högl: Wenn es in der Bundeswehr zu viele Nazis gibt, findet sie, muss man als junger Mann wohl zur Waffe greifen – ob man will oder nicht. Das gab es schon einmal, hieß Wehrpflicht, wurde jedoch 2011 ausgesetzt, weil die Armee heute hoch spezialisierte Profis braucht.

Sicher: Gegen rechte Netzwerke in der Bundeswehr muss man vorgehen. Aber die Wehrpflicht würde unzählige bekannte Probleme neu aufwerfen: die fehlende Wehrgerechtigkeit, wenn nur der Bruchteil eines Jahrgangs eingezogen wird; die fehlende Geschlechtergerechtigkeit, wenn Frauen zwar freiwillig dienen dürfen, aber beim Zwangsdienst ausgelassen werden; der fragwürdige Nutzen von tausendfachen Grundausbildungen mit kurzem Folgedienst.

Der Wunsch, auch mal Leute ohne Affinität zu Uniformen sowie Befehl und Gehorsam zu rekrutieren, reicht zur Begründung für eine Wehrpflicht nicht. Und würde auch wenig ändern: Wer heute nicht freiwillig dient, würde zum Zivildienst wechseln – oder die Bundeswehr nach der Grundausbildung schnellstens wieder verlassen.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare