Klimaschutz

Eine Stunde ist nicht genug

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Es ist gut, aber nicht ausreichend, wenn viele mit „Earth Hour“ weltweit an den Klimaschutz erinnern. Der Kommentar.

Die Corona-Krise beherrscht alle Debatten. Sie hat sogar die Klimafrage verdrängt, das Megathema des vergangenen Jahres. Die Erderwärmung aber lässt sich von einem Virus nicht beeindrucken. Zwar sinken der Stickoxid- und der Kohlendioxidausstoß. Aber der vorübergehende weltweite ökonomische Stillstand wird die Klimafrage nicht lösen. Vielleicht ist der Effekt sogar ein negativer: Umweltauflagen für Unternehmen und der Umbau auf klimafreundliche Produkte werden in den Hintergrund rücken, wenn die Konjunktur einbricht und ganze Branchen in Existenznöte geraten.

Dabei zeigt sich an der Corona-Krise deutlich, dass es nicht ratsam ist zu warten, bis ein Problem mit voller Wucht zuschlägt. Wie bei den Corona-Infektionen ist auch die Kurve der Erderwärmung steil.

Es ist daher gut, dass sich am Wochenende der Fokus auf dieses Thema gerichtet hat, zumindest für kurze Zeit. In der „Earth Hour“ gingen in Tausenden Städten weltweit die Lichter aus, um an Klima- und Umweltschutz zu erinnern. Das Brandenburger Tor wurde dunkel, der Kölner Dom war nicht mehr angestrahlt. Es war ein wichtiges Signal.

Aber klar ist auch: Eine einzige Stunde für Umwelt und Klima reicht bei weitem nicht aus.

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