Kommentar

Für eine stärkere EU

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Es lohnt sich, sich für ein solidarisches und klimaneutrales Europa mit einer humanen Asylpolitik einzusetzen. Ein Kommentar.

Man muss Angela Merkel und alle anderen unterstützen, die mit dem milliardenschweren Wiederaufbaupaket die fragile EU stärken wollen. Die dafür sorgen wollen, dass alle EU-Staaten die Corona-Krise gemeinsam bewältigen und nicht jedes Mitglied für sich. Die erreichen wollen, dass die EU 2050 klimaneutral wird sowie technologische und digitale Souveränität anstrebt. Und die sich damit gegen antidemokratische, radikale sowie autoritäre Kräfte stellen.

Doch dafür muss Merkel ihre eigene Partei mit dem C im Namen und andere konservative Kräfte in Europa wie den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz davon überzeugen, nicht mehr auf Sparsamkeit und Eigenverantwortung zu pochen, sondern die durch die Corona-Krise geschwächten Staaten wie Italien großzügig zu unterstützen.

Und wenn Merkel und ihre Verbündeten es mit der Solidarität ernst meinen, dann könnten sie noch für eine humane und solidarische Asyl- und Flüchtlingspolitik sorgen.

Wenn all das geschieht, ist es nicht mehr so wichtig, warum Merkel und ihre Mitstreiter nicht schon viel früher alle diese Schritten eingeleitet haben. Wichtiger ist: Europa kann dann stärker aus der Krise hervorgehen.

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