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Ein Herz für Härtefälle

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Von: Christoph Höland

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Heizöl-Lieferung: mehr als eine Verdoppelung des Preises hat es bei Öl und Pellets auch nicht gegeben.
Heizöl-Lieferung: mehr als eine Verdoppelung des Preises hat es bei Öl und Pellets auch nicht gegeben. © Christian Charisius/dpa

Die Bundesregierung sollte sich vor einer zu starken Entlastung von Öl- und Pelletkunden hüten und bei ihrer Entlastung lieber eine Härtefallregelung anstreben. Ein Kommentar.

Für Gas- und Stromkunden gibt es einen milliardenschweren Doppelwumms, während die Besitzer von Öl- und Pelletheizungen lediglich mit dem Wörtchen „Härtefallregelung“ bedacht werden. Und da Menschen mit Öl- oder Pelletheizung häufiger auf dem Land als in der Stadt leben, eignet sich das Thema aus Sicht der Union auch noch ideal, um gegen die Berliner „Großstadt-Koalition“ zu wettern.

Angesichts von fünf Millionen betroffenen Haushalten dämmert der Ampelkoalition, dass sie nachbessern muss. Politisch mag das nachvollziehbar sein, ökonomisch aber sollte sich die Regierung vor einer zu starken Entlastung von Öl- und Pelletkunden hüten.

Die Heizkostennormalität bei Öl und Pellets sieht nicht anders aus als beim Gas: Die Preisbremsen werden nicht alle Mehrkosten abfedern, am Ende dürften sich viele Gasrechnungen verdoppeln. Und mehr als eine Verdoppelung des Preises hat es bei Öl und Pellets auch nicht gegeben. Ungerecht wäre es deshalb, Öl- und Pelletkäufer mit Blankoschecks zu beglücken. Stattdessen sind individuelle Prüfungen der richtige Weg, um Belastungen abzufedern.

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