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Ein Gesetz ist nötig

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Von: Frank-Thomas Wenzel

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Die künftige Bundesregierung wird Regeln für Homeoffice ausarbeiten müssen, damit sich Beschäftigte und Arbeitgeber darauf berufen können

Da werden noch einige Gefechte ausgefochten. Ein Recht auf Homeoffice ist eine hochgradig umstrittene Angelegenheit, weil es Arbeitgebern Handlungsmöglichkeiten nimmt. So etwas gefällt den Chefinnen und Chefs nicht. Zumal sie vermuten, dass Beschäftigte sich daheim auch mal verkrümeln. Es geht um Kontrolle und Kontrollverlust. Arbeitnehmervertretungen hingegen nehmen an, Homeoffice entgrenze die Arbeit – die letzte E-Mail wird um Mitternacht beantwortet. Und: Beschäftigte bei einem IT-Dienstleister kann man nicht mit Beschäftigten in einer kleinen metallverarbeitenden Firma vergleichen, wo zwei Leute die Büroarbeit erledigen.

Nach der Pandemie ist also ein generelles Recht auf Homeoffice nur schwer durchzusetzen. Deshalb müssen Bedingungen definiert werden. Diese müssen aber klar genug gefasst sein, damit Beschäftigte ihre Rechte durchsetzen können. Das ist nicht neu. Ähnliche Regelwerke gibt es bereits, etwa bei der Teilzeit.

Da kann die nächste Bundesregierung einiges abschreiben. Sie wird an einem Homeoffice-Gesetz nicht vorbeikommen. Durch die Pandemie ist klargeworden, dass gut die Hälfte der Beschäftigten hierzulande auch von zu Hause arbeiten könnte, ohne dass betriebliche Abläufe beeinträchtigt werden. Bericht S. 12

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