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Ein erster Schritt

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Von: Christoph Höland

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Geflüchtete am Berliner Hauptbahnhof.
Geflüchtete am Berliner Hauptbahnhof. © Jörg Carstensen/dpa

Mit Blick auf die Arbeitsaufnahme ist für Flüchtlinge aus der Ukraine der Weg bereitet, Sprachkurse und gute Beratung müssen folgen. Ein Kommentar.

Deutschland hat gelernt: Als 2015 zahlreiche Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern kamen, stand ihnen eine monatelange bürokratische Prozedur bevor. Bei den Geflohenen aus der Ukraine geht es hingegen schnell. Ihr Aufenthaltsstatus ist keine zwei Wochen nach dem russischen Angriff ebenso geklärt wie der Zugang zu Sozialleistungen und zum Arbeitsmarkt.

Zu verdanken ist das auch der Bundesregierung, die 2015 die Grenzen offen hielt. Seitdem ist weder die Arbeitslosigkeit explodiert, noch litt der Arbeitsmarkt anderweitig. Die oft beschworene „Einwanderung ins Sozialsystem“ ist ausgeblieben – was heute sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften und Fachleute ganz genau wissen.

Deutschland wird dennoch weiter lernen müssen. Denn sollten Flüchtlinge aus der Ukraine länger bleiben, wird es darauf ankommen, sie nicht in irgendwelche, sondern in gute Arbeit zu bringen. Mit Blick auf die Arbeitsaufnahme ist nun der erste Schritt getan, mit Sprachkursen und guter Beratung brauchen sie mindestens zwei weitere.

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