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Eilfertige Grüne

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Die Ökopartei hat die geringsten Probleme mit einem möglichen Bündnis mit Union und FDP.

Die Grünen ähneln einem Reisenden, der eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig steht, um ihn nicht zu verpassen – und der dann eine Stunde warten muss, weil der Zug sich verspätet. So haben die Grünen am Montag jene 14 führenden Mitglieder benannt, die an den Sondierungsgesprächen teilnehmen sollen. Dabei dürften die erst nach der Niedersachsen-Wahl am 15. Oktober beginnen.

Diese Eilfertigkeit zeigt, wie sehr die Grünen Jamaika wollen. Hinzu kommt, dass sie sowohl mit der Union als auch mit den Liberalen reichlich Erfahrung haben: in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein. Jamaika im Bund wäre für die Ökopartei keine Zeitenwende, sondern eine Etappe auf einem eingeschlagenen Weg.

Das bedeutet nicht, dass es zu Jamaika kommen muss. Die Inhalte müssen stimmen. Freilich ist der Spin, mit dem die Koalition verkauft werden wird, längst auf dem Markt. Es wird heißen, die Grünen würden ein bürgerliches Bündnis verantworten können, weil sie selbst darin den linken Außenstürmer geben.

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