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Eigene Vision fehlt

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Von: Alisha Mendgen

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Wird womöglich im Landtagswahlkampf versuchen, sich bewusst „klimainteressiert“ zu verkaufen: Markus Söder (CSU). (Archivbild)
Wird womöglich im Landtagswahlkampf versuchen, sich bewusst „klimainteressiert“ zu verkaufen: Markus Söder (CSU). (Archivbild) © Daniel Vogl/dpa

Die CSU gefällt sich im routinierten Anti-Ampel-Kurs. Das reicht aber nicht. Der Kommentar.

Die CSU kann ihren Anti-Ampel-Kurs nach einem Jahr in der Opposition routiniert abspulen. Die Christsozialen kennen die Schwachstellen der Bundesregierung: Sie wissen, welche Kritik der FDP wehtut, wie sie die Glaubwürdigkeit der Grünen infrage stellen und mit welchen Attacken sie Bundeskanzler Olaf Scholz treiben können. Doch wie sich die CSU unabhängig von der Ampel profilieren will, bleibt auch auf ihrer Klausur unklar.

Der Wahlkampf für die Landtagswahl in Bayern geht in wenigen Monaten richtig los. Sich nach der Silvesternacht in Berlin auf die Hauptstadt als einen gescheiterten Staat einzuschießen, auf Bayerns wirtschaftlichem Erfolg auszuruhen oder den Kanzler einen Zauderer zu nennen, wird auf Dauer nicht ausreichen.

Die Frage, die die CSU mit der CDU beantworten sollte, ist, welche Vision sie für Deutschland und Bayern hat. Die Partei hat einen Hang zum Populismus. Flotte Sprüche wie „Weiß-Blau statt Woke“ sorgen zwar für kurze Lacher, können aber zur Spaltung beitragen – und sind im Übrigen auch inhaltlich schwammig.

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