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Sammelabschiebung am Baden-Airport in Rheinmünster.

Abschiebungen

Egal, in welches Elend

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Kurz vor Heiligabend sollte Deutschlands größter Ehrgeiz nicht sein, möglichst viele Hilfesuchende über die Grenze zu schaffen. Ein Kommentar.

Für Rechtspopulisten ist die Meldung ein gefundenes Fressen. Dass die Zahl der abgeschobenen Flüchtlinge sinkt, scheint der herbeigesehnte Beleg dafür zu sein, dass der Staat handlungsunfähig und mit Asylbegehrenden zu nachsichtig ist. Dies gibt die Statistik nicht her.

Tatsächlich stieg die Zahl der Abschiebungen in den letzten Jahren. Die aktuelle Zahl ist eine Ausnahme. Überdies ist die Menge der Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen, zuletzt deutlich gesunken.

Da ist es kein Wunder, dass parallel dazu seltener abgeschoben wird. Und schließlich ist die Summe derer, die gegenwärtig ausreisepflichtig sind, nur ungefähr dreimal so hoch wie die Summe jener, die der Staat 2017 abschob. Es handelt sich also nicht um jene Heerscharen von Menschen, von denen oft die Rede ist.

Man könnte aber sagen, so kurz vor Heiligabend sollte es nicht unser größter Ehrgeiz sein, Hilfesuchende über unsere Grenzen zu schaffen – in welches Elend auch immer. Das ist eine Weihnachtsgeschichte, die nicht mehr von allen in diesem Land gerne gehört wird. 

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