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Nutznießer dieses Schlamassels ist Nigel Farage.

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Düstere Aussichten

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Der Rücktritt von Premierministerin May ist wohl unausweichlich, löst aber das Problem nicht.

Nun soll es also eher Stunden statt Tage dauern, bis die britische Premierministerin Theresa May zurücktritt. Ihr politisches Ende hat sie mit ihrer umstrittenen Brexit-Strategie selbst befördert. Außerdem konnte sie die widersinnige Teilnahme an der EU-Wahl nicht verhindern, bei der die Wählerinnen und Wähler sie und ihre Tory-Partei abstrafen werden. Doch gescheitert ist May an der Mammutaufgabe, eine polarisierte Gesellschaft zu einen und britische Hardliner, Moderate sowie Proeuropäer dazu zu bringen, für das gewünschte Ausscheiden aus der EU eine Strategie zu entwickeln.

Völlig unklar ist, mit welcher Idee eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger dieses Problem lösen kann. Soll London mit Brüssel neu verhandeln? Und wenn ja, über was und mit welchem Ziel?

Nutznießer dieses Schlamassels dürfte der Rechtspopulist Nigel Farage mit seiner antieuropäischen Brexit-Partei sein. Er wird einer der Gewinner der EU-Wahl sein. Das könnte das Ende des bisherigen britischen Parteiensystems sein. Noch viel schlimmer ist, dass er sich für den harten Brexit ausspricht.

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