Drogenpolitik

Von anderen lernen

  • schließen

Die Bundesregierung sollte Cannabis legal an Erwachsene abgeben und damit dem Beispiel anderer Staaten wie USA, Kanada oder den Niederladen folgen. Der Kommentar.

Die Cannabis-Politik hierzulande ist ein Trauerspiel. Während die Niederlande gerade „Staatsmarihuana“ testen, Kanada die weiche Droge weitgehend freigegeben hat und in den USA das Rauschmittel etwa in der Hälfte der Bundesstaaten frei verkäuflich ist, lässt die neue Drogenbeauftragte Daniela Ludwig durchblicken, vom bisherigen Kurs nicht abweichen zu wollen.

Eine legale Abgabe an Erwachsene ist aber überfällig. Es würde Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte entlasten, die jeden strafrechtlich verfolgen müssen, der mit der Droge erwischt wird. Soll sich die organisierte Kriminalität mit dem Verkauf der Droge weiter die Taschen füllen?

Cannabis ist nicht harmlos und gehört nicht in die Hände von Heranwachsenden. Die weltweiten Erfahrungen mit einer Freigabe widerlegen außerdem Verbots-Anhänger. So steigt die Zahl der Konsumenten durch eine Freigabe nicht stark an.

Die Bundesregierung müsste also ein zukunftsweisendes Konzept entwickeln. Aber mehr als Ideologie ist vor allem von den Unionsparteien nicht zu erwarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare