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Donald Trump hat die Gespräche mit den Taliban in letzter Sekunde abgesagt. 

Afghanistan

Pakt mit den Taliban: Trumps späte Einsicht

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In letzter Minute zieht der US-Präsident offenbar die Reißleine beim Pakt mit den Taliban. Zugeben würde Trump das natürlich nie. Der Kommentar.

Die Reaktion der afghanischen Regierung war recht kühl: Nachdem US-Präsident Donald Trump ein angeblich unterschriftsreifes Abkommen mit den Taliban für nichtig erklärt hatte, hieß es aus Kabul, das Scheitern sei auf die anhaltende Gewalt der Extremisten zurückzuführen.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer dass es in den vergangenen 14 Monaten ständig Anschläge gab. Und dass die Regierung seltsamerweise nicht an den Verhandlungen beteiligt war.

Ist der Abbruch also gar nicht dem Taliban-Anschlag vom vergangenen Donnerstag geschuldet, bei dem auch ein US-Soldat ums Leben kam? Ist er vielmehr das Eingeständnis der US-Seite, dass es ein Fehler war, die legitimierte afghanische Regierung zur Randfigur zu degradieren?

Trump würde das nie zugeben. Aber die Kritik konnte er nicht mehr überhören. Er zog offenbar in letzter Minute die Reißleine. Und wenn Trump dabei bleibt – was bei ihm ungewiss ist –, hat er das richtige Zeichen gesetzt.

Die Friedensverhandlungen, auch mit den Taliban, müssen trotzdem weiter geführt werden. Allerdings unter Bedingungen: Die Radikalen sollten einen Waffenstillstand in den eigenen Reihen durchsetzen können und die Kabuler Regierung als Verhandlungspartner akzeptieren.

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