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Donald Trump ist in einer schwächeren Position als die Chinesen, er hat es wohl nur noch nicht gemerkt.

Donald Trump

Schwacher starker Mann

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US-Präsident Donald Trump hat sich verkalkuliert: Seine Attacken auf China gehen wohl nach hinten los. Das könnte auch Deutschland treffen. Ein Kommentar.

US-Präsident Donald Trump hat sich verkalkuliert. Er glaubte, Chinas Regierung zu einem Umbau ihres Wirtschaftssystems zwingen zu können. Doch die kommunistische Führung hat längst eine Verteidigungsstrategie entwickelt. Sie setzt auf eine Stärkung der Binnennachfrage, um die Export-Abhängigkeit zu verringern. Und die Führung in Peking muss keine kurzfristigen Erfolge erzielen, die Stimmen in demokratischen Wahlen bringen – im Gegensatz zu Donald Trump. Er ist in der schwächeren Position, hat es wohl nur noch nicht gemerkt.

Das macht diesen Konflikt so brandgefährlich. Die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Wirtschaftskrise ist massiv gestiegen. Das würde Deutschland heftig treffen – wegen der Abhängigkeit von Exporten.

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Was tun? Die Antwort ist einfach: Alles klarmachen für staatliche Investitionsprogramme, um die Binnennachfrage zu stabilisieren – beinahe so wie in China. Projekte gibt es genug: Bahnstrecken müssen dringend instand gesetzt, die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und schnelle Internetverbindungen geschaffen werden.

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