US-Präsident Donald Trump ist frostempfindlich und golfspielend.
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US-Präsident Donald Trump ist frostempfindlich und golfspielend.

„Dynamic Integrated Climate-Economy-Model“

Kosten der Klimaschäden - auch für Trump interessant

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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US-Präsident Donald Trump sollte die Forschungserkenntnisse zur ökonomischen Bilanz des Klimawandels beachten. Ein Kommentar.

Von Donald Trump weiß man, dass er den Klimawandel für unbedenklich hält. Ja, er kann ihm sogar gute Seiten abgewinnen. Legendär der Tweet des US-Präsidenten während der Kältewelle, die im vergangenen Januar den mittleren Westen der USA heimsuchte. „Was zur Hölle ist los mit der Erderwärmung. Bitte komm schnell zurück, wir brauchen Dich!“

Schäden des Klimawandels überwiegen bei Kosten

Der Klimawandel kennt, neben vielen Verlierern, auch Gewinner, das ist bekannt. Wein wächst in Südschweden, die Heizkosten sinken, Reeder sparen Geld, weil sie ihre Schiffe auf kurzem Weg über eine eisfreie Arktis nach Asien schicken können. Doch auf die Expertise des US-Präsidenten alleine sollte man sich bei diesen Fragen nicht verlassen. Sondern besser auf Computermodelle, die bewiesen haben, dass sie die Realität korrekt abbilden – und nicht nur die Sicht eines frostempfindlichen, golfspielenden Immobilienmilliardärs aus dem Weißen Haus.

Ein Wissenschaftlerteam hat das getan – und herausbekommen: Die Klimakosten sind unter dem Strich am geringsten, wenn die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt wird. Sie speisten die Forschungserkenntnisse zu ökonomischen Schäden des Klimawandels in eines der bekanntesten Computer-Simulationssysteme ein, in das „Dynamic Integrated Climate-Economy-Model“. Es ist von Wirtschaftsnobelpreisträger William Nordhaus entwickelt und wird für die Politikberatung in den USA verwendet. Interessant, auch für Trump: Die Computersimulation ist quasi darauf trainiert, nach Wirtschaftswachstum zu streben.

Informationen zur Erderwärmung für Donald Trump

In die Simulation wurden Klimaschäden – etwa durch mehr Wetterextreme oder sinkende Arbeitsproduktivität – mit den Kosten der Verringerung des CO2- Ausstoßes verglichen. Die Idee dahinter, so Teamleiter Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der New Yorker Columbia University: „Um das wirtschaftliche Wohlergehen aller Menschen in diesen Zeiten der globalen Erwärmung zu sichern, müssen wir die Kosten der Klimaschäden und die Kosten des Klimaschutzes gegeneinander abwägen.“ 

Und siehe da: Das in diesem Sinne „kosteneffizienteste“ Niveau der globalen Erwärmung ist laut Nordhaus-Modell mit maximal zwei Grad just dasjenige, das 197 Staaten im Pariser Weltklimaabkommen vereinbart haben. Trump müsste das doch eigentlich beeindrucken. Eigentlich.

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