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Johnson inszeniert sich als Reinkarnation Churchills.

Kommentar

Donald Trump und Boris Johnson - eine sehr spezielle böse Freundschaft

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Wollen Boris Johnson und Donald Trump post Brexit gute Geschäfte miteinander machen, würde ein funktionstüchtiges britisches Beamtentum sie dabei stören. Ein Kommentar.

Die viel beschworene Freundschaft von US-Amerikanern und Briten auf der Kippe? Trump nach Meinung des britischen US-Botschafters „völlig inkompetent“? Theresa May laut Trump „völlig unfähig“? I wo. Selten war es um die 1946 von Winston Churchill erfundene „special relationship“ besser bestellt als heute.

Denn nichts könnte dem Trump’schen Polit-Geschäft und dem Polit-Betrieb des wohl baldigen britischen Premiers Boris Johnson mehr zupasskommen als die Affäre um die Trump-kritischen Memos des Botschafters Sir Kim Darroch. Johnson inszeniert sich als Reinkarnation Churchills, ist aber nur die Kopie des schamlosen Populisten Donald Trump.

Wollen die beiden ganz dicken Freunde post Brexit gute Geschäfte miteinander machen – also den Ausverkauf ihrer beiden Länder vorantreiben –, würde ein funktionstüchtiges britisches Beamtentum sie dabei stören. 

Also schürt man nun bei eben dem existenzielle Angst, in dem man dort den sucht, der Darrochs Memos an die Presse gespielt hat. Und macht die Beamten gefügig. So entsteht eine sehr spezielle böse Freundschaft.

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