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Dobrindts gute Idee

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Die Parksituation ist sowieso schon schwierig - jetzt kommt auch noch Carsharing dazu.
Die Parksituation ist sowieso schon schwierig - jetzt kommt auch noch Carsharing dazu. © Andreas Arnold

Dobrindts Ideen für Vorteile für Carsharing-Autos gehen in die richtige Richtung. Vor allem in den Ballungsgebieten verzichten immer mehr Menschen aufs eigene Auto und entscheiden sich fürs umweltfreundliche Teilen.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat in jüngster Zeit ziemlich viel Prügel einstecken müssen. Sein zentrales Projekt, die Pkw-Maut für Ausländer, entwickelt sich zum Rohrkrepierer. Nun stürzt der Minister sich auf Verbraucherthemen – damit kann man sich leicht Freunde machen.

Dobrindts neueste Idee: So wie Elektrofahrzeuge sollen künftig auch Carsharing-Autos im Straßenverkehr bestimmte Privilegien genießen. Dazu lässt der Minister gerade konkrete Pläne erarbeiten. Gedacht ist wohl vor allem an besondere Parkmöglichkeiten in den Städten. Überdies könnten die Kommunen ermächtigt werden, auf Parkgebühren für Carsharing-Fahrzeuge zu verzichten.

Dobrindts Ideen gehen in die richtige Richtung. Vor allem in den Ballungsgebieten verzichten immer mehr Menschen aufs eigene Auto und entscheiden sich fürs umweltfreundliche Teilen. Mittlerweile sind große Firmen in dem Markt aktiv. Die Vernetzung per Internet und Smartphone macht das Mieten zum Kinderspiel.

Tatsächlich aber hindern fehlende Park-Möglichkeiten das Wachstum vieler Carsharing-Initiativen. Hier muss dringend etwas getan werden. Aber nicht nur hier: Der Minister sollte auch darüber nachdenken, ob das Auto-Teilen nicht finanziell unterstützt werden kann – zum Beispiel durch Hilfen beim Fahrzeug-Erwerb. Bei der Förderung der Elektro-Mobilität geht das ja schließlich auch.

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