Ob wir die Pandemie im Griff haben, hängt vom Verhalten jedes Einzelnen ab.
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Ob wir die Pandemie im Griff haben, hängt vom Verhalten jedes Einzelnen ab.

Kommentar zur Corona-Krise

Politik muss besser erklären, dass wir weiter alle gefordert sind

  • Tim Szent-Ivanyi
    vonTim Szent-Ivanyi
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Nach den Lockerungen wird es immer wieder neue Infektionsherde mit dem Coronavirus geben. Die Politik muss besser erklären, dass wir weiter alle gefordert sind. Der Kommentar.

Ein Ausbruch in einem Pflegeheim oder Dutzende Infizierte nach Familienfeiern – was derzeit im thüringischen Kreis Sonneberg oder in Göttingen passiert, ist der neue Alltag in Deutschland. Nachdem sich die Politik entschieden hat, die Beschränkungen zu lockern, wird es immer wieder lokale Corona-Herde geben.

War der wochenlange Shutdown also umsonst? Nein, denn andernfalls wäre ganz Deutschland heute ein Corona-Hotspot mit Hunderttausenden Erkrankten und einem zusammengebrochenen Gesundheitswesen. Nur durch das Herunterfahren des ganzen Landes sind die Gesundheitsbehörden (wieder) in der Lage, Ansteckungswege nachzuverfolgen und durch Quarantäne zu unterbrechen. Doch damit kann es auch schnell vorbei sein. Mehrere Ausbrüche gleichzeitig – und schon besteht die Gefahr, dass die Lage außer Kontrolle gerät. Dann hilft nur noch ein neuer Lockdown, zumindest regional.

In ihrem Wettlauf um Lockerungen hat es die Politik versäumt, dies wirklich klarzumachen. Das sollte jetzt nachgeholt werden. Sinnvoll wäre hierfür ein anschauliches Ampelsystem, um die Bevölkerung jederzeit zur Disziplin zu bewegen. Jedem muss klar sein: Es hängt auch von mir ab, ob wir die Pandemie im Griff haben oder sie uns.

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