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Die USA im Rambostil

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Von: Stefan Brändle

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Auch bei Nordstream 2 nickt das kleine Frankreich den Kurs der großen USA nicht einfach ab. 
Auch bei Nordstream 2 nickt das kleine Frankreich den Kurs der großen USA nicht einfach ab.  © Bernd Wüstneck/dpa

Das kleine Frankreich nickt den Kurs der großen USA nicht einfach ab. Weder in der Nato, noch bei Nord Stream 2 noch jetzt im Indopazifik. Ein Kommentar.

Frankreich ist die einzige verbliebene Nuklearmacht in der EU und sie lässt sich das einiges kosten. Man kann das gut finden oder nicht. Aber ihr jedes Mitspracherecht abzusprechen, wie es die USA, Großbritannien und Australien tun, sie als loyale Bündnispartnerin in Afghanistan, Mali oder Syrien einzusetzen, aber sie dann diplomatisch zu brüskieren, wie es die Biden-Administration vormacht – das geht nicht.

Dass Washington dennoch den diplomatischen Rambo gibt, hat nicht einmal so sehr mit dem milliardenschweren Auftrag für die zwölf ominösen U-Boote zu tun, sondern mit einem anderen Umstand: Das kleine Frankreich nickt den Kurs der großen USA nicht einfach ab. Weder in der Nato, noch bei Nord Stream 2 noch jetzt im Indopazifik. Auch Emmanuel Macron will die chinesische Expansionslust bremsen und er pocht ebenfalls auf die Einhaltung des internationalen Seerechts. Aber er stellt sich Peking weniger frontal in den Weg als Washington, er bevorzugt den Dialog. Auch darüber kann man streiten. Tatsache ist, dass Frankreich als Nato-Mitglied den Respekt der Alliierten erwarten kann. Berlin muss sich sehr genau überlegen, wo es zwischen Paris und Washington Stellung bezieht. Mit bloßem Schweigen macht Deutschland es sich zu einfach.

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