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Die Nachfrage ist groß, die Preise explodieren: Der perfekte Sturm beim Wohnungsbau

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Von: Frank-Thomas Wenzel

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Bauministerin Klara Geywitz (SPD) steht vor einer großen Mission. Foto: Paul Zinken/dpa.
Bauministerin Klara Geywitz (SPD) steht vor einer großen Mission. Foto: Paul Zinken/dpa. © dpa

Trotz der Rekordnachfrage sinkt die Bautätigkeit, weil Materialien und Geld immer teurer werden. Bauministerin Klara Geywitz muss dringend gegensteuern. Der Kommentar

Wenn in einer Branche die Nachfrage groß ist und zugleich Projekte absagt werden, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht – am Bau ist dies der Fall. Der Materialmangel hat Dimensionen angenommen, die noch vor einem Jahr unvorstellbar waren. Entsprechend sind die Kosten fürs Bauen in die Höhe geschossen. Zu den hohen Kosten kommt, dass die Zinsen zur Finanzierung von Bauprojekten seit Jahresbeginn in einer beispiellosen Geschwindigkeit steigen. Wenn so viele negative Faktoren zusammenkommen, dann ist oft von einem perfekten Sturm die Rede – einem Aufschaukeln von negativen Faktoren. Die Ursache ist der Ukraine-Krieg, der eine zuvor schon erkennbare Entwicklung noch einmal verstärkt hat.

Was die Bundesregierung für die Rüstung, für Mobilität und Energie auf den Weg gebracht hat, muss auch für den Wohnungsbau her: ein Sofortprogramm. Am schnellsten und effizientesten geht das, wenn staatliche Förderung zum Umbau von Büros oder Parkhäusern, zum Füllen von Baulücken und zum Aufstocken von Altbauten genutzt wird. Bauministerin Klara Geywitz (SPD) muss liefern, und zwar schnell.

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