Die Linke sucht derzeit eine neue Führung. Die Personalie könnte auch eine Weichenstellung für RRG sein.
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Die Linke sucht derzeit eine neue Führung. Die Personalie könnte auch eine Weichenstellung für RRG sein.

Rot-Rot-Grün

Die Linke und die K-Frage

  • Tobias Peter
    vonTobias Peter
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Die Linke muss klären, ob sie tatsächlich von Relevanz sein will. Sonst stehen die Zeichen im Wahljahr von Anfang an auf Schwarz-Grün. Der Kommentar.

Olaf Scholz will Bundeskanzler werden. Das mögen viele angesichts mickriger SPD-Umfragewerte vermessen finden. In der Vergangenheit sind SPD-Kanzlerkandidaten auch immer wieder daran gescheitert, dass sie kleine glaubhafte Machtperspektive hatten. Ausgerechnet für Scholz bedeutet das: Für ihn wird es überlebenswichtig sein, dass ein rot-grün-rotes Bündnis den Wählerinnen und Wählern zumindest möglich scheint – rechnerisch, aber auch inhaltlich.

Rechnerisch machbar ist es nur, wenn die SPD noch einmal erheblich zulegt – und der Union in der Mitte viele Merkel-Wähler wegschnappt. Inhaltlich ist die Koalition nur denkbar, wenn sich die Linken auf einen gemäßigteren Kurs begeben, nicht zuletzt in der Außenpolitik. Ob sie das jetzt – da sie eine neue Führung suchen – schaffen, ist unsicher. Es gibt jene, die es diesmal wirklich wissen und regieren wollen. Zu viele aber machen sich keine realistische Vorstellung davon, was das konkret bedeutet. Die Linke muss klären, ob sie tatsächlich von Relevanz sein will. Sonst stehen die Zeichen im Wahljahr von Anfang an auf Schwarz-Grün.

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