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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (4.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (rechts) zusammen mit  Prokopis Pavlopoulos (3.v.r), Präsident von Griechenland, und dessen Frau, Sophia Pavlopoulou-Peltsemi (2.v.l.).
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (4.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (rechts) zusammen mit Prokopis Pavlopoulos (3.v.r), Präsident von Griechenland, und dessen Frau, Sophia Pavlopoulou-Peltsemi (2.v.l.).

Griechenland

Deutsche Schuld(en)

  • Marina Kormbaki
    vonMarina Kormbaki
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Die griechisch-deutschen Beziehungen sind nicht nur von der Finanzkrise belastet, sondern auch von den Verbrechen der Nazis. Da könnte Berlin etwas tun. Ein Kommentar.

Der Griechenland-Besuch von Bundespräsident Steinmeier soll für einen Neuanfang im deutsch-griechischen Verhältnis stehen. Man wolle Vorurteile, die während der Eurokrise erstarkt waren, überwinden, heißt es. Das wird nicht einfach. Denn auf diesem Verhältnis lastet der Schatten einer ferneren Vergangenheit: die Frage nach einer finanziellen Entschädigung für die von Deutschen im Zweiten Weltkrieg begangenen Verbrechen.

Die Forderung nach Reparationszahlungen lässt sich schnell als Polemik abtun. Doch die deutsche Besatzung ist für Griechen keine antike Tragödie, die Erinnerung daran ist in fast jeder Familie lebendig.

Hoffnungen auf individuelle Opferentschädigung prallen am internationalen Recht ab. Aber im Falle des Kredits, den die griechische Nationalbank den Nazis unter Zwang gewährte und zu dessen Rückzahlung sich selbst das NS-Regime verpflichtet hatte, könnte Berlin Verhandlungsbereitschaft zeigen. Denn eine gemeinsame Zukunft, wie sie Steinmeier skizziert hat, kann es ohne gemeinsame Vergangenheitsbewältigung nicht geben.

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