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Der türkischen Regierung stößt es sauer auf, dass Deutschland sihc nicht rückhaltlos hinter Erdogans Machtstreben stellt-

Türkei

Deutsche nicht willkommen

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Bundestagsabgeordnete haben eine geplante Reise in die Türkei abgesagt. Das war richtig. Denn von türkischer Seite besteht kein Gesprächsbedarf. Ein Kommentar.

Der nächste Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei ist erreicht. Leider. Die türkische Regierung ist so erbost über die deutsche Weigerung, sich für das geplante Ein-Mann-Regime des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu begeistern, dass sie bereit ist, die Beziehungen zu Deutschland aufs Spiel zu setzen.

Es ist traurig, dass ausgerechnet am 100. Hafttag des Journalisten Deniz Yücel vier Bundestagsabgeordnete eine Reise in die Türkei absagen, weil sie sich in dem Land nicht willkommen fühlen. Die türkische Seite lehnte Gespräche mit den Parlamentariern ab. Auch Yücel hätten sie wohl nicht besuchen dürfen.

Es ist richtig von den Bundestagsabgeordneten, die Reise abzusagen. Wozu in ein Land fahren, dessen Regierung das Verhältnis zum deutschen Parlament einerlei geworden ist? Wozu versuchen, mit jemandem zu sprechen, der das nicht will? Erstaunlich, wie allergisch türkische Regierungsvertreter inzwischen reagieren, wenn sie auf Deutsche treffen könnten. Das ist nicht souverän.

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