Kommentar

Wenig Hoffnung

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Die Frage ist, ob die Deutsche Bank die Wende endlich geschafft hat. Einiges deutet darauf hin, anderes spricht dagegen. Ein Kommentar.

Seit Jahren ist die Deutsche Bank ein Sorgenkind. Ein Kapital-Vernichter für ihre Aktionäre, ein Arbeitsplatz-Vernichter für die Beschäftigten. Den Anschluss an die Weltspitze der Finanzinstitute hat das Frankfurter Traditionshaus schon lange verloren. Aus dem einstigen Vorzeigeunternehmen ist ein Übernahmekandidat geworden.

Eine gute Nachricht gibt es nun. Das Geldhaus ist zurück in der Gewinnzone – nach drei Verlustjahren in Folge. 341 Millionen Euro hat das Institut im vergangenen Jahr verdient. Diese Entwicklung hat die Manager in den Zwillingstürmen bescheiden gemacht. Schlecht ist das nicht. Der Größenwahn vergangener Jahre ist eine Ursache der aktuellen Krise.

Die Frage ist nun, ob die Bank die Wende endlich geschafft hat. Einiges deutet darauf hin, wie die gesenkten Kosten, anders spricht dagegen, wie die immer noch exorbitanten Prozessrisiken. Und dann ist da ja noch das Dauerthema einer möglichen Fusion mit der ebenfalls kriselnden Commerzbank.

Man kann nur hoffen, dass diese Hochzeit nicht zustande kommt – auch wenn das Bundesfinanzministerium dies gerne sähe. Die Gefahr, dass sich die Geldhäuser endgültig verzetteln, ist groß. Die Deutsche Bank muss erst ihre Probleme lösen. Davon gibt es noch genug.

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