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Dem Ende entgegen

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Von: Markus Decker

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Die Bundeswehr hat 60 Soldaten von einem Logistik-Stützpunkt am Flughafen der malischen Hauptstadt Bamako abgezogen. Foto: Kay Nietfeld/dpa.
Die Bundeswehr hat 60 Soldaten von einem Logistik-Stützpunkt am Flughafen der malischen Hauptstadt Bamako abgezogen. Foto: Kay Nietfeld/dpa. © dpa

Immer wieder wird der Einsatz der UN-Friedenstruppe in Mali von der dortigen Regierung behindert. Die Zweifel an einer weiteren Beteiligung der Bundeswehr an der Mission wachsen.

Bereits im Frühjahr hatte es große Zweifel gegeben, ob eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali noch Sinn mache. Schließlich häuften sich bereits damals die Schikanen der malischen Militärjunta. Nun treiben neue Schikanen den Einsatz einem vorzeitigen Ende zu.

Denn ohne Überflugrechte könnte die Bundeswehr nicht weitermachen, und ohne funktionierende Rettungskette für medizinische Notfälle erst recht nicht. Auch würden die deutschen und andere UN-Streitkräfte mehr und mehr zwischen Militärjunta und Islamisten aufgerieben. Dabei sollten sie ja eigentlich einer demokratischen Regierung helfen, in der Bevölkerung für Vertrauen zu sorgen und die Islamisten zurückzudrängen.

Dem Vernehmen nach hat die Bundesregierung keinen belastbaren Kontakt mehr zur Junta. Damit fehlen zwei zentrale Voraussetzungen für den Einsatz: Berechenbarkeit und Verständigung. Es kann schon sein, dass ohne die Bundeswehr und ihre Verbündeten alles noch viel schlimmer würde in Mali. Trotzdem muss es für das Engagement irgendeine Basis und einen politischen Anker geben. Sonst wird es objektiv unmöglich.

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