US-Präsident Trump
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US-Präsident Donald Trump.

Kommentar

In der Defensive

  • Karl Doemens
    vonKarl Doemens
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Donald Trump ist durch das Urteil des obersten Gerichts für den Abschiebeschutz für junge Migranten und seinem Corona-Missmanagement angeschlagen, besiegt ist er noch nicht. Ein Kommentar.

Donald Trump ist ein Sieger. So sieht sich der Narzisst im Weißen Haus. Für den Rest der Welt wirkt der US-Präsident eher wie ein Verlierer. Die Corona-Pandemie hat den USA eine Rekordarbeitslosigkeit beschert. Doch außer Gesundbeten fällt dem Regierungschef nichts ein. Zehntausende empören sich über Rassismus und Polizeigewalt. Doch ihr höchster Repräsentant findet kein passendes Wort. Vor dem Obersten Gerichtshof zeigen Richter, die Trump selbst ernannt hat, dem Möchtegernautokraten die Grenzen seiner Macht auf.

Ganz gleich, ob bei der Debatte um die Gleichberechtigung der Afroamerikaner, beim Urteil des Supreme Courts zur Schwulendiskriminierung oder beim Abschiebeschutz für überwiegend aus Lateinamerika stammende junge Migranten – plötzlich befindet sich Trump in der Defensive. Die US-Gesellschaft ist liberaler geworden. Trump repräsentiert weiter das knorrige, weiße Amerika des Bibel- und Rostgürtels.

Doch die Umfragen, die den Amtsinhaber auf dem Weg nach unten sehen, sind nur begrenzt aussagekräftig. Alles hängt davon ab, ob es Trump gelingt, die Wut seiner Wähler in den Swing States weiter anzufachen und den Urnengang zu einem apokalyptischen Kulturkampf aufzuladen. Trump ist angeschlagen. Besiegt ist er noch lange nicht. 

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