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Dass man sich beim Sex schützen muss, haben wir gelernt. Wird Zeit, das auch bei Daten zu tun.

Cyberkrimininalität, KI

Datenschutz ist wie Aids-Prävention:  Aufwachen, bitte!

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Politik und Wirtschaft und jeder Nutzer müssen mehr für den Datenschutz tun, statt sich bei Begriffen wie Algorithmus oder Künstliche Intelligenz ängstlich wegzuducken. Der Kommentar.

Was haben Sexualität und Daten gemeinsam? Beides sind Urkräfte. Die eine für die Natur, die andere für die Technik. Mit beiden muss sich jeder Mensch auseinander setzen. Unser Verhältnis zu Daten erinnert an Sexualität vor Aids. Sehr unbewusst und wenig reflektiert. Wenn wir uns mit Cyberkriminalität beschäftigen, merken wir, dass es höchste Zeit ist, endlich aufzuwachen. Das ist auf drei Ebenen wichtig.

Auf der staatlichen Ebene bedarf es eines neuen ordnungspolitischen Rahmens für digitale Inhalte und Infrastruktur und des Schutzes der digitalen Identität. 

Es gibt kein Daten-Zölibat

Auf der sozio-ökonomischen Ebene dürfen Firmen und Verbände nicht mehr die Augen verschließen, sondern müssen systematisch Aufklärungs- und Schutzprogramme gerade für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stellen. Das Thema darf in keiner Sitzung von Verbänden und Kammern fehlen.

Auf der persönlichen Ebene muss sich jede und jeder informieren und schützen. Es gibt kein Daten-Zölibat. Sich angsterfüllt abzuwenden, wenn Begriffe wie Algorithmus oder Künstliche Intelligenz fallen, hilft auch wenig. Daten bieten viele Möglichkeiten, die wir aufgeklärt nutzen sollten. Aber eben auch Gefahren. Der Schutz hier muss so normal werden wie die Verhütung beim Sex.  

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