Friedrich Merz, einer der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz, hätte den Parteitag gerne stattfinden lassen.
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Friedrich Merz, einer der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz, hätte den Parteitag gerne stattfinden lassen.

Kommentar

Das richtige Signal

  • Daniela Vates
    vonDaniela Vates
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Die CDU hat den Parteitag coronabedingt zurecht abgesagt, weil es falsch gewesen wäre, wenn sich 1000 Delegierte treffen und gleichzeitig private Treffen beschränkt werden. Der Kommentar.

Es ist richtig, dass die CDU ein zweites Mal einen Parteitag absagt, auf dem ein neuer Chef bestimmt werden sollte. Die Infektionszahlen steigen, die Kanzlerin ruft dazu auf, zu Hause zu bleiben. Und ihre Partei versammelt sich mit 1000 Delegierten, um einen neuen Chef zu wählen? Selbst wenn alle brav mit Masken erscheinen – es wäre das falsche Signal, in einer Zeit, in der private Zusammenkünfte beschränkt werden, Hochzeiten und Beerdigungen allenfalls noch in kleinem Rahmen stattfinden können.

Optimal ist das nicht. Natürlich ist es besser, wenn schwebende Führungsfragen geklärt werden. Es wäre bequemer, den Parteitag im Dezember stattfinden zu lassen. Vernünftiger aber wäre es nicht. Denn die CDU kommt ja nicht in eine Notlage, wenn sie noch ein bisschen warten muss auf ihren neuen Chef. Die aktuelle Parteivorsitzende kann weiter kommissarisch im Amt bleiben. Sogar ein Wahlprogramm für die Bundestagswahl kann entwickelt werden, die Kandidaten können sich dabei einbringen.

Ein Parteichef schreibt ein Programm ja nicht allein, und so viel anders werden die Parteiführungsgremien nach einer Neuwahl nicht aussehen. Aus der Verschiebung nun eine Verschwörungserzählung zu machen, wie es Friedrich Merz versucht, ist unangemessen.

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