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Das Gute am Bahn-Chaos

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Von: Alisha Mendgen

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Andrang an der Regionalbahn nach Stralsund am Berliner Bahnhof Gesundbrunnen am Pfingstwochenende: Die teils chaotischen Szenen zeugen vom großen Interesse. Ein gutes Zeichen – schließlich können Bus und Bahn Schlüssel für die Verkehrswende sein
Andrang an der Regionalbahn nach Stralsund am Berliner Bahnhof Gesundbrunnen: Das Interesse am Nahverkehr am Pfingstwochenende war groß. © Jörg Carstensen/dpa

Verkehrsminister Wissing hat mit dem Neun-Euro-Ticket den Fokus auf den Nahverkehr gelegt. Nun muss er daraus auch einen Auftrag formulieren. Der Kommentar.

Das Neun-Euro-Ticket zeigt: Das Bahnnetz ist für eine sehr große Zahl an Fahrgästen nicht gewappnet. Die Überlastung einiger Strecken am ersten Wochenende des Gültigkeitszeitraums deutet darauf hin. Es ist ein Problem, das über Jahrzehnte verschleppt worden ist. Bundesverkehrsminister Volker Wissing muss das nun zur Chefsache erklären und der Bahn Druck machen. Immerhin trägt der Konzern eine Mitschuld daran, dass das Streckennetz so kaputt ist.

Laut Ampel sollen bis 2030 die Fahrgastzahlen auf der Schiene verdoppelt werden. Die Devise muss also lauten: Sanierung, Ausbau und die Schaffung von Qualitätsstandards, die den Nahverkehr so unkompliziert wie möglich machen. Für die Umsetzung muss Finanzminister Christian Lindner die Mittel bereitstellen.

Die teils chaotischen Szenen an Bahnhöfen am Samstag zeugen vom großen Interesse. Ein gutes Zeichen – schließlich können Bus und Bahn Schlüssel für die Verkehrswende sein. Wissing hat mit dem Neun-Euro-Ticket den Fokus auf den Nahverkehr gelegt. Nun muss er daraus auch einen Auftrag formulieren.

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