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Birte Meier.

Birte Meier vs. ZDF

Danke - für nichts!

Der Fall der ZDF-Reporterin Birte Meier zeigt: Das Entgelttransparenzgesetz hilft nicht weiter. Der Kommentar.

Wie stolz waren die Frauenpolitikerinnen der großen Koalition vor anderthalb Jahren als das Entgelttransparenzgesetz im Bundestag verabschiedet wurde! Oder haben sie einfach nur ihr Gesicht wahren wollen? Es gab ja damals schon genug Kritik an dem zahnlosen Tiger, der – vor allem – Frauen helfen sollte, ihre Ansprüche auf gleiche Bezahlung umzusetzen. Dazu muss man natürlich wissen, ob die männlichen Kollegen mehr verdienen als man selbst. Freiwillig sagt das ja keiner, also sollte ein Auskunftsanspruch festgeschrieben werden, der Frauen die nötigen Zahlen an die Hand gibt, ohne die eine Diskriminierungsklage sinnlos ist.

Doch dann wurde der ambitionierte Entwurf verwässert. Und so kam, was kommen musste: Beim ersten Praxistest fällt das Gesetz durch. Da wagt sich eine Reporterin vor Gericht, weil sie festgestellt hat, dass ihre männlichen Kollegen für die gleiche Arbeit mehr verdienen als sie. Niemand bestreitet das. Trotzdem wird ihre Klage abgewiesen. Weil die schönen neuen Regeln in ihrem Fall nicht angewendet werden. Danke an den Gesetzgeber – für nichts. 

Lesen Sie dazu auch den FR-Bericht: Es fehlt die Festanstellung

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