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Dank Corona kann Netanjahu in Israel weiter regieren

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Oppositionsführer Benny Gantz hat seine Ambitionen wegen der Viruskrise vorerstaufgegeben. Jetzt bekommt Israel eine große Koallition.

Es war ein verfrühter Triumph, den Benjamin Netanjahu in der Wahlnacht vom 2. März verkündete. Aber jetzt hat er ihn eingefahren. Die große Koalition, die er über Nacht mit dem bisherigen Oppositionschef Benny Gantz aushandelte, schenkt ihm 18 weitere Monate im Amt des israelischen Premierministers. Genug, um dem ihm blühenden Korruptionsprozess gelassen entgegenzusehen.

Auf Gantz hatte die Opposition, die in der Knesset bis dato die Mehrheit stellt, große Hoffnungen gesetzt. Gantz hat sie herb enttäuscht. Er hat dafür durchaus stichhaltige Gründe genannt. Sich mit vereinten Kräften der Seuche entgegenzustellen, hat in diesen Zeiten Priorität. Zudem besaß die Option einer Minderheitsregierung, toleriert von den arabischen Abgeordneten, wenig Chancen. Sich einer „Groko“ zu verweigern, hätte Gantz ziemlich sicher im Falle eines weiteren Wahlgangs Stimmen gekostet.

Viele Israelis wollten vor allem endlich eine „normale“ Regierung, egal welche. Und so hat Corona Netanjahu vorerst gerettet. Der politische Preis dafür wird später gezahlt. 

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