Selbst Nachdenken ist wie Händewaschen – man sollte es zur Gewohnheit machen.
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Selbst Nachdenken ist wie Händewaschen – man sollte es zur Gewohnheit machen.

Kommunikation 

Kommentar zu Informationen in Corona-Zeiten: Hygiene für die Gerüchteküche wieder ernst nehmen

  • Thomas Kaspar
    vonThomas Kaspar
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Einfach mal abwarten und abwägen. Fake News überprüfen, nicht alles teilen. Ein Kommentar von FR-Chefredakteur Thomas Kaspar zu Informationen in Corona-Zeiten. 

Falschinformationen – oder neudeutsch Fake News – und das Coronavirus haben einiges gemeinsam. Je neuer und unbekannter sie sind, desto mehr Aufregung verursachen sie. Beide verbreiten sich umso schneller, je mehr Kontakte eine Person hat – „viral“ eben. 

Diese als Fakten verbreiteten Sensationen schaden wirklich. Sie decken wertvolle Informationen zu, unterhöhlen das Vertrauen in Nachrichten und verschwenden wertvolle Zeit, weil Organisationen dementieren müssen statt zu helfen.

Coronavirus-Pandemie: Nicht alles sofort via WhatsApp oder im Internet teilen

Eigentlich kann man nur den Kopf schütteln, dass es der Coronakrise bedurft hat, um Alltägliches neu zu lernen: Wie wäscht man sich die Hände? Wie hustet man in Gemeinschaft? Diese Rücksichtnahme in der Gemeinschaft und die Krankheitsvorsorge bleiben hoffentlich auch nach der Krankheitswelle als gute Umgangsformen erhalten. 

Auch für Fakten sollten wir die eigentlich selbstverständliche Hygiene für die Gerüchteküche wieder ernst nehmen: Nicht alles sofort via WhatsApp oder im Internet teilen, eine Information selbst überprüfen, bevor man sie verbreitet. Eine zweite Quelle hinzuziehen. 

Coronavirus-Pandemie: Selbst Nachdenken sollte man sich zur Gewohnheit machen

Und vor allem: Einfach mal abwarten und abwägen. Es reicht etwa „Ibuprofen und Corona“ in eine Suchmaschine zu tippen, um den Schwindel sofort zu entlarven. Selbst Nachdenken ist wie Händewaschen – man sollte es zur Gewohnheit machen.

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