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Wer wirklich Angst vor Ansteckung hat, sollte zumindest konsequent sein und alle Menschen meiden. Denn das Virus diskriminiert nicht.

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Coronavirus: Rassismus macht nicht immun

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Die Angst vor dem Coronavirus rechtfertigt nicht die Diskriminierung von „asiatisch“ aussehenden Menschen. Der Kommentar.

Überall ist von Coronavirus und Ansteckung die Rede, da passiert es schnell, dass man in der Bahn bei einem Niesen zurückzuckt. Wenn eine Person dann noch vermeintlich „asiatisch“ aussieht, setzt man sich mitunter sogar abrupt weg. Angesichts der Herkunft des Virus lässt sich diese Reaktion nachvollziehen, dennoch ist sie falsch.

Sie reiht sich ein in bekannte diskriminierende Verhaltensmuster, die schon zur Zeit von Sars und Ebola grassierten. Menschen werden als „asiatisch“ gebrandmarkt – reduziert auf ihr Ansteckungspotenzial. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Person in der Wuhan-Region oder überhaupt je in China war. Auch das tatsächliche Herkunftsland, ob China, Vietnam oder gar Deutschland, ist bei der Angst vor Ansteckung egal.

Angst vor Corona-Ansteckung: Das Virus diskriminiert nicht

Denn altbekannte Vorurteile wie „Die sehen eh’ alle gleich aus“ und die Mär von einer „Invasion aus Fernost“ befeuern die Paranoia weiter. Aber wer wirklich Angst vor Ansteckung hat, sollte zumindest konsequent sein und alle Menschen meiden. Denn das Virus diskriminiert nicht.

Nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem Coronavirus ruft die WHO eine internationale Notlage aus.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden rund 100 Deutsche nach Frankfurt ausgeflogen. Dort werden sie „unter Quarantänebedingungen“ untergebracht. In Köln ist einem jungen Mann ein Probearbeiten bei einem Sportgeschäft verwehrt worden. Der Grund: seine Hautfarbe.

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