röhlich dreinblickende Tiere strahlen als Leuchtreklame am frühen Morgen auf einem Gebäude des Fleischwerks Tönnies.
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röhlich dreinblickende Tiere strahlen als Leuchtreklame am frühen Morgen auf einem Gebäude des Fleischwerks Tönnies.

Kommentar

Der Fall Tönnies: Happy End statt Tragödie

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Fleischbaron Tönnies und Politikerinnen sowie Politiker müssen Wort halten und die Branche dramatisch verändern - für Mensch und Tier.

Lässt man den berechtigten Zorn und die rechtschaffene Empörung über die Farce von Fleischindustrie und Politik der letzten Tage mal beiseite, könnte der vielzitierte Spruch von der Corona-Krise als Chance wahr werden. Dazu müssten der Fleischbaron Clemens Tönnies und die vielen Politikerinnen und Politiker nur umsetzen, was sie jüngst vollmundig versprochen haben: Sie müssten die Fleischbranche endlich dramatisch verändern.

Tönnies dürfte nicht mehr ausbeuten

Tönnies würde Arbeiter aus Mittel- und Osteuropa nicht mehr ausbeuten, sondern angemessen bezahlen und unterbringen. Die Politik würde die seit Jahren bekannten Missstände nicht mehr dulden, sondern unhaltbare Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen unterbinden.

Die Politik ist gefordert

Darüber hinaus würde die Politik nicht wirkungslose Label für das Tierwohl erfinden, sondern ernsthaft und nachvollziehbar die Tierhaltung - und alles, was dazugehört - nachhaltig gestalten. Und sie würde mit Kampagnen die Menschen dabei unterstützen, die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu verringern. Sie würden in Umfragen nicht mehr nur angeben, mehr Geld für Fleisch ausgeben zu wollen und weniger davon zu verzehren. Sie würden es tun. Dann kann es zum Happy End kommen. Ansonsten geht die Tragödie in den Schlachthöfen weiter.

Ein Kommentar von Andreas Schwarzkopf

Ein Video der Organisation „Deutsches Tierschutzbüro“ zeigt, wie Schweine bei einem Tönnies-Zuliefer in Rheda-Wiedenbrück gequält werden.

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