Jeremy Corbyn scheint seinen politischen Kurs zu ändern.
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Jeremy Corbyn scheint seinen politischen Kurs zu ändern.

Großbritannien

Corbyn setzt May unter Druck

  • Sebastian Borger
    vonSebastian Borger
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Der Labour-Chef befürwortet die EU-Zollunion und setzt damit das zerstrittene Kabinett May bei den Brexit-Verhandlungen unter Druck. Ein Kommentar.

Jeremy Corbyn befürwortet die EU-Zollunion. Der Labour-Chef und Oppositionsführer setzt damit Premierministerin Theresa May, deren Kabinett und Fraktion unter Druck. Denn sie sind über den Brexit-Kurs tief zerstritten. Die wütende Reaktion der Torys und ihrer medialen Büchsenspanner verrät: Corbyn ist auf der richtigen Spur.

Doch dafür scheint Corbyn seinen bisherigen politischen Kurs geändert zu haben. Hatte er doch früher gegen EU-Politik demonstriert oder auch gegen vieles gestimmt - etwa gegen EU-Verträge wie Maastricht, Amsterdam, Nizza, Lissabon. Sie enthielten aus seiner Sicht zu viele Nachteile für die Arbeiterklasse.

Beim Brexit änderte sich das allerdings bereits. Beim Referendum rief der damals frisch gewählte Vorsitzende zum Votum für den EU-Verbleib auf. Sein lauwarmer Wahlkampf erbitterte die parteiinternen Gegner sehr. Nach dem überraschend guten Abschneiden bei der Unterhauswahl haben sich weite Teile der Fraktion mit dem Chef arrangiert. Das hat auch damit zu tun, dass Corbyn professioneller auftritt.

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