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Condor bekommt wohl eine Stattsbürgschaft.

Pleite von Thomas Cook

Condor-Hilfe ist richtig

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Die im Kern gesunde Fluggesellschaft hat nun die Zeit, die sie benötigt, um einen neuen Partner zu finden. Der Kommentar.

Wenn Politiker Firmen retten, geht das nur selten gut. Beispiele für misslungene Rettungsaktionen sind Philipp Holzmann oder Air Berlin. Diese Firmen hatten mit Problemen zu kämpfen, alle riefen nach dem Staat, als nichts mehr ging.

Bei der Fluggesellschaft Condor liegt die Sache anders. Das Unternehmen ist im Kern gesund. Es verfügt über ein funktionierendes Geschäftsmodell, motivierte Beschäftigte, eine starke Marke. Die drittgrößte deutsche Airline ist nur ins Trudeln geraten, weil der Mutterkonzern Insolvenz anmelden musste. Die Unsicherheit drohte auch Condor mit in den Abgrund zu ziehen. Wer bucht und bezahlt schon einen Flug, wenn er nicht sicher sein kann, dass dieser stattfindet?

Allein die Ankündigung einer Staatsbürgschaft schafft Vertrauen. Alle können damit planen, dass es bei Condor weitergeht – trotz der bevorstehenden Umbruchphase. Mit Thomas Cook fällt der Eigentümer und wichtigste Kunde weg. Condor wird sich neue Partner suchen müssen. Der Staatskredit verschafft dem Unternehmen die Chance, das zu versuchen. 

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