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Null-Covid-Strategie: Chinas Irrtum

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Von: Laura Beigel

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Die Hauptstadt Peking erinnert an eine Geisterstadt
Die Hauptstadt Peking erinnert an eine Geisterstadt. © Ng Han Guan/dpa

Peking sollte die schädliche Null-Covid-Strategie aufgeben und stattdessen vor allem alte Menschen mit effizienten Wirkstoffen impfen. Der Kommentar.

Trotz Lockdowns, täglichen Massentests, Zwangsquarantäne und Kontaktverfolgung verzeichnet China Rekordinfektionszahlen. Null-Covid funktioniert nicht. Warum Peking trotzdem an der Strategie festhält, ist unbegreiflich.

Dabei schadet China der Wirtschaft, frustriert die Menschen und das könnte verheerende Folgen für den Rest der Welt haben. Viele Ansteckungen bedeuten für das Coronavirus viele Möglichkeiten zu mutieren. Es könnte ansteckender, immunflüchtiger, vielleicht auch gefährlicher werden.

Kommt es zum Worst Case, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer mutierter Erreger seinen Weg in andere Länder finden würde. Dass Corona dazu in der Lage ist, hat das Virus inzwischen mehrfach bewiesen. Fachleute wie der Virologe Christian Drosten blicken daher mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen in China.

China sollte lieber zusehen, dass es die Impflücke in der älteren Bevölkerung beseitigt. Nur 40 Prozent der über 80-Jährigen sind bislang dreimal gegen Covid-19 geimpft, und dann auch noch mit Impfstoffen, die wenig wirksam gegen die Omikron-Variante sind.

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