Pressefreiheit

China folgt den USA

  • vonFabian Kretschmer
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Die mächtigsten Nationen bekämpfen sich weiter - trotz Corona-Krise.

Bei der Ausweisung von US-Journalisten aus China geht es einerseits um einen Kampf um die Informationshoheit in den Berichten über die Volksrepublik. Viele Menschenrechtsverbrechen des Landes wären der Welt unbekannt geblieben, hätten nicht die US-Journalisten diese aufgedeckt. Es geht aber auch darum, was wir in den nächsten Monaten über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erfahren werden.

Die Tragik des Virusausbruchs müsste eigentlich allen Staatsoberhäuptern vor Augen führen, dass künftig Zusammenarbeit und Solidarität gefordert sind. Tatsächlich scheint die Pandemie den Konflikt zwischen den zwei mächtigsten Nationen der Welt zu verschärfen.

An der Eskalation hat auch die US-Regierung mit Schuld. Vor wenigen Wochen hat Washington 60 Journalisten chinesischer Staatsmedien ausgewiesen. Das hat kaum jemanden gestört, handelt es sich dabei vermeintlich nur um Propagandaorgane der chinesischen KP. Tatsächlich gibt es auch kritische chinesische Journalisten, deren Freiheiten jedoch immer stärker eingeschränkt wurden. 

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