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Wer folgt auf sie im Kanzleramt?

Analyse

Alternativlos: Im ideologischen Kern sind sich in der CDU alle einig

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Merz, Laschet, Kramp-Karrenbauer: Wer geht gestärkt, wer geschwächt aus dem CDU-Parteitag hervor – und macht das inhaltlich einen Unterschied? Die Analyse.

Kommt jetzt der Kampf um die Kanzlerkandidatur? Wird der CDU-Parteitag an diesem Wochenende zur entscheidenden Demütigung der Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer? Werden Männer wie Armin Laschet und Friedrich Merz, die die Fehler der Chefin mit mehr oder weniger Genugtuung betrachten, zum Angriff übergehen? Oder setzt sich „AKK“ locker durch?

CDU: Ein Showdown zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer ist nicht sehr wahrscheinlich

Es mag ein paar Leute geben, die sich so einen Showdown wünschen. Aber wahrscheinlich ist er nicht. Das liegt zum einen an den mageren CDU-Wahlergebnissen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Natürlich lassen sie sich der Vorsitzenden und ihren erstaunlichen Fehlern anlasten. Aber der Wählerschwund lässt auch den umgekehrten Schluss zu: Eine derart gebeutelte Partei wird lieber Geschlossenheit vorführen als internen Streit.

CDU: „AKK“ entscheidend schwächen? Das will in diesem Moment wohl nicht einmal Merz

Den wird es an ein paar Stellen geben, zum Beispiel bei der Frage nach der Urwahl der Kanzlerkandidatin oder des -kandidaten. Aber„AKK“ entscheidend schwächen und selbst den maroden Laden übernehmen? Das will in diesem Moment wohl nicht einmal Merz.

Zum anderen, und viel wichtiger: Hinter der Konkurrenz der Köpfe steckt gar nicht so viel Uneinigkeit, wie es manchmal scheinen mag. Sicher setzen die CDU-Promis hier und da unterschiedliche Akzente. Sicher passt manchen Merz-Fans die Grundrente mit „nur“ halber Bedürftigkeitsprüfung nicht ins Konzept. Aber was hätte ein Friedrich Merz als Kanzler einer großen Koalition getan? Kaum etwas anderes als Angela Merkel.

CDU: Konservativ, neoliberal oder irgendwie „modern“? Das hängt nicht davon ab, wer vorne steht

Konservativ, neoliberal oder irgendwie „modern“? Die Antwort hängt nicht davon ab, wer vorne steht – auch wenn eine Person mal andere Akzente setzt als die andere. 

Wer die Debatte über „alternativlose“ Steuersenkungen für Unternehmen verfolgt oder Merkels klimapolitisches Schonprogramm für die Industrie anschaut, stellt fest: Im ideologischen Kern sind sie sich alle einig.

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